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Ein Entwickler des bekannten Blockchain-Unternehmens Blockstream hat sich mit der Meinung zu Wort gemeldet, dass die Bitcoingebühren weiterhin steigen werden. In der Zwischenzeit entwickelt Dash einen langfristigen Skalierungsplan um geringe Gebühren beibehalten zu können.

In einem kurzen und düsteren Artikel unter dem Titel Dear Bitcoin: I’m Sorry, Fees Will Rise malt der Blockstream Entwickler Rusty Russell ein düsteres Bild von der Zukunft der weltweit ersten Kryptowährung. Er lobt die Vorteile eines dezentralisierten Bezahlsystems, stellt jedoch fest, dass Bitcoin nicht skalierbar ist und sagt, dass „Bitcoingebühren von nun an nur noch steigen werden. Darauf müssen wir uns einstellen.“

„Bitcoin kann nicht so stark skaliert werden, dass die Nachfrage gestillt werden könnte, es sei denn die Nachfrage verschwände und Bitcoin sei am Ende. Wenn Bitcoin heute von 100000 Personen verwendet wird und wir wollen, dass jeder es verwendet, dann muss die Kapazität um das 75000-Fache gesteigert werden. Wir haben bereits jetzt Probleme mit den 140 GB der ersten 8 Jahre, in denen Bitcoin kaum verwendet wurde und mit der Zentralisierung des Minings, wodurch eine weitere Erhöhung des Aufwandes für kleine, unabhängige Miner alle Beteiligten nervös macht.“

Bitcoin hat sich bereits einmal über die Frage der Skalierung gespalten und könnte dies auch wieder tun

Die Frage, wie das Netzwerk skalieren solle, beschäftigt die Bitcoin-Welt seit Langem und die Unstimmigkeit darüber war einer der Hauptgründe für die Abspaltung. Bitcoin Cash spaltete sich von der originalen Blockchain ab um eine Skalierungslösung auf der Chain in Form größerer Blöcke zu ermöglichen. Nun scheint es darauf hinauszulaufen, dass die 2-MB-Block-Größe, die Teil der Segwit2x-Vereinbarung war, auf zusätzliche Schwierigkeiten treffen wird. Teile der Community verharren in ihrem Entschluss die Erweiterung zu blockieren, wie dies die Gedanken des Blockstream und Bitcoin Core Entwicklers Luke Dashjr ausdrücken:

In der Zwischenzeit bleiben die Unterzeichner des NYC-Abkommens fest in ihrem Entschluss Segwit2x umzusetzen, wie dies der Entwickler Jeff Garzik klar gemacht hat:

Die Segwit2x-Vereinbarung wird von einer großen Mehrheit an Hashpower gedeckt, da 80-90 % der Miner diesem Skalierungskompromiss zugestimmt haben. Sollten kleinere Gruppen in der Community jedoch nicht bereit sein an dieser Umstellung teilzunehmen, dann wäre mit einer weiteren Abspaltung zu rechnen und es gäbe 3 Bitcoins.

Dash hat einen Konsens erreicht und verfügt über einen langfristigen Skalierungsplan

In scharfem Kontrast zur Situation um Bitcoin, herrscht bei Dash ein solider Konsens, wenn es um die Skalierung und den Einsatz für geringe Transaktionsgebühren geht. Anfang 2016, als sich die Debatte um die Größe der Bitcoin-Blöcke aufzuheizen begann, stellte der Gründer Evan Duffield die Frage an das Dash-Masternode-Netzwerk, ob, wenn dies nötig sei, die Blockgröße auf 2 MB erhöht werden solle. Die überwältigende Mehrheit des Netzwerkes stimmte dafür und seitdem beinhaltet der Dash-Skalierungsplan die entsprechenden On-Chain Lösungen.

Laut dem Dash Evolution Verlaufsplan soll die Größe der Blöcke regelmäßig erhöht werden, um auf ein wachsendes Transaktionsvolumen eingehen zu können, wobei sogar eine Blockgröße von 400 MB denkbar wäre, wodurch mehr als 4000 Transaktionen in der Sekunde ermöglicht würden. Um die steigende Belastung, die das Netzwerk dadurch erfahren würde, bewältigen zu können, werden die Masternodes im Moment dadurch dazu angehalten ihre Nodes zu betreiben, dass sie 45 % der regulären Block Rewards an neu geminten Coins erhalten. Zudem wird ein spezielle Open-Source Hardware entwickelt, die es Transaktionen erlauben würde on-chain zu skalieren, selbst wenn eine größere Benutzerschaft das Netzwerk verwenden würde.