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Die Börse BitOasis aus Dubai hat angekündigt, dass sie Zcash und Monero nicht mehr auszahlen wird. Kunden wurden hierüber in einer E-Mail benachrichtigt.

The End of Mainstream Privacy is Upon Us from Monero

Diese E-Mail wurde verschickt, nachdem die Börse am 13. Mai eine Genehmigung der Financial Services Regulatory Authority[FSRA] erhalten hatte. Über andere Kanäle konnte die Information nicht verifiziert werden, es tauchte nur immer wieder ein Screenshot dieser E-Mail auf. Laut der E-Mail müssen die Nutzer angeben, woher das Geld stammt, wofür es verwendet wird und an wen es ausbezahlt wird. Außerdem wird in der E-Mail gefragt, ob die Privacy Coins für „Dritte“ eingekauft wurden.

Laut der E-Mail wird BitOasis weiterhin den Handel mit diesen Münzen anbieten, aber keine Auszahlungen mehr erlauben. Außerdem ist es Nutzern nur möglich, sie gegen AED und BTC einzutauschen.

Laut einem Nutzer war es nicht möglich auf die E-Mail zu antworten und es sind weiterhin viele Fragen ungewiss, so auch die Frage, ob die Nutzer hierdurch ihr Geld verlieren werden.

Privacy Coins werden immer beliebter

Immer mehr Menschen haben mittlerweile festgestellt, dass die Pseudonymität von Kryptowährungen bestimmte Gefahren mit sich bringt. Ein Bericht von LongHash zeigt daher, dass die Nutzung von Privacy Coins in den letzten 9 Monaten um 300% gestiegen ist. Zudem werden auch Anonymisierungsdienste, wie z.B. Wasabi Wallet für Bitcoin und Cash Shuffle für Bitcoin Cash, immer beliebter. Vitalik Buterin hat sich sogar dahingehend geäußert, dass Ethereum seinen Nutzern mehr Privatsphäre bieten solle.

Auf der anderen Seite beginnen staatliche Stellen jedoch auch damit, anonyme Kryptowährungen als Problem anzusehen. Europol hat vor Kurzem den europäischen Mixer Bestmixer.io abgeschaltet und dessen Server beschlagnahmt. Auch die US-amerikanische Behörde DEA möchte verstärkt gegen Kryptowährungen und Privacy Coins vorgehen, da sie behaupten, dass diese für illegale Aktivitäten verwendet werden. Diese Behauptung wird von entsprechenden Analysen jedoch kaum gestützt.

Dash will zuverlässige Alternativen anbieten

Dash stellt seinen Nutzern direkt die Mixing-Funktion PrivateSend zur Verfügung, damit diese nicht auf einen Drittanbieter zurückgreifen müssen. Durch die Veröffentlichung von Version 0.13 wurde diese Funktion noch weiter verbessert, indem die maximale Anzahl an Runden von 8 auf 16 erhöht wurde, was eine höhere Zahl an Runden darstellt, als dies bei Drittanbieter-Mixern der Fall ist. Zudem kann nun auch die niedrigere Stückelung von 0,001 Dash verwendet werden, was die Kosten weiterhin erheblich senkt.

Ein Hindernis für die weite Verbreitung von Mixern, ist die fehlende Benutzerfreundlichkeit und die mangelnde Verfügbarkeit für mobile Geräte. Dash bietet jedoch über die mobile App der MyDashWallet-Plattform eine Alternative, durch die Mixing auch mobil genutzt wurden kann, indem dafür die MyDashWallet-FullNode verwendet wird. Durch Version 0.13 wurde die Grundlage geschaffen, die notwendig ist um eine mobile Wallet zu schaffen, welche trustless ist und gleichzeitig PrivateSend anbietet. Dies soll in den kommenden Monaten von MyDashWallet verwirklicht werden, wodurch das gesamte Dash-Ökosystem von einer erhöhten Zahl an Misch-Transaktionen profitieren wird.