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BitFury hat mehr als 1/6 der gesamten Bitcoin Blockchain erfolgreich deanonymisiert, wodurch immer mehr Kryptowährungsnutzer um ihre Privatsphäre fürchten müssen.

Auch wenn sie zuerst als Mining Unternehmen bekannt wurden, hat BitFury sich in den letzten Monaten doch verstärkt darum bemüht den Staat bei der Verbrechensbekämpfung zu unterstützen. In einem Artikel auf Medium, der das neue Analysierungs-Whitepaper bespricht, legt BitFury da, wie es die Anonymität des Bitcoin-Netzwerkes auflösen will. Laut Valery Vavilov, der Geschäftsführerin von BitFury, wird dabei ein Vorgehen namens Clustering angewandt.

„Momentan können Bitcoin-Nutzer mehrere Adressen haben, wodurch sie ihre Identität verwischen und somit einfacher Verbrechen begehen können. Die Möglichkeit verwandte Adressen miteinander zu verbinden, was gemeinhin als Clustering bezeichnet wird, hilft der Justiz bei der Aufklärung von Verbrechen.“

Über die Blockchain hinaus werden SocialMedia Accounts untersucht

BitFury arbeitet zudem daran fehlende Bindeglieder durch Informationen, die außerhalb der Blockchain gewonnen werden, zu klären. Laut dem Whitepaper gehören dazu Aktivitäten in sozialen Netzwerken und andere Informationen, die zur Identitätsbestimmung verwendet werden können:

„Wir können aktiv oder passiv nach bestimmten Tags suchen. Der passive Ansatz besteht da drin öffentliche Foren, Nutzerprofile (etwa auf Bitcointalk.com, Twitter oder Reddit) und Darknet Märkte (Silkroad, The Hub Marketplace oder Alphabay) zu scannen. Der aktive Ansatz besteht da drin Bitcoin Unternehmen zu durchleuchten.“

Dies bedeutet, dass sogar Nutzer, die sehr viel Wert darauf gelegt haben, ihre Bitcoin-Aktivitäten von ihrer öffentlichen Identität zu trennen, einem gewissen Risiko ausgesetzt sind.

Angriffe auf Privatsphäre heben Dashs Wettbewerbsvorteile hervor

Diese Erkenntnisse heben die Vorteile von Kryptowährungen mit verstärkten Privatsphäre-Features hervor. PrivateSend erlaubt es Dash durch einen Mixing-Prozess zu anonymisieren, der trustless ist, wobei die Guthaben verschiedener Nutzer vermischt werden. Ein solcher Vorgang, sofern er ordentlich durchgeführt wurde, konnte bisher noch nie aufgelöst werden.

Ein weiterer Vorteil von PrivateSend ist dessen Auswirkung auf das gesamte Ökosystem. Egal ob jemand sich dazu entscheidet eine normale oder eine gemischte Transaktion zu verwenden, so senkt doch die Tatsache, dass überhaupt Transaktionen gemischt werden, die Zahl der Transaktionen, die miteinander in Verbindung gebracht werden können. Langfristig sind Transaktionen also auch für Nutzer sicherer, die nicht auf PrivateSend zugreifen. Akteure wie BitFury hätten es daher ungemein schwerer die Dash Blockchain zu analysieren.

Zusätzlich zum Mischen durch PrivateSend sollten Dash Nutzer auch sonst auf ihre Sicherheit in der Online-Welt achten, wozu auch die Verwendung von VPN und verschlüsselten Kommunikationswegen gehört. Zudem sollten Nutzer finanziell den Ball flach halten und von jeder Aktivität Abstand halten, die sie in Bedrängnis bringen könnte, wenn sie an die Öffentlichkeit käme.