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Teilnehmer aus 37 Ländern demonstrierten im Verlauf eines Proof-of-Concept-Events die Funktionsfähigkeit des Lightning Networks. Was dabei nicht adressiert wurde, ist der niedrige Grad an Benutzerfreundlichkeit, mit dem die neue Technologie momentan ausgestattet ist.

Die „Träger“ der Lightning Torch, die auch als „LN Trust Chain“ bezeichnet wurde, sollten eine Transaktion weitersenden und dabei jedes Mal 10000 Satoshi hinzufügen. Dieser Vorgang konnte mittlerweile 139-mal und in 37 verschiedenen Ländern wiederholt werden. Dieser Test soll die Möglichkeiten aufzeigen, welche Lightning durch seine schnellen und günstigen Transaktionen bietet, doch er erinnert sehr stark an das Verhalten der Community, als 2009 die ersten Bitcoin versandt wurden.

Besonders auf Twitter hat diese Aktion für viel Aufmerksamkeit gesorgt, wobei die meisten sie als Erfolg ansahen. Andere kritisierten sie jedoch auch unter dem Hashtag #reckless, da vielen die Technologie zu zentralisiert ist. Ein Teilnehmer gab die Fackel in diesem Sinne auch nicht weiter, um seine Kritik an der Technologie zu unterstreichen.

Eine benutzerfreundliche Dezentralisierung ist notwendig

Der Nutzer, der diesen Protest durchführte, @eduard_btc, wurde von der Bitcoin Community stark kritisiert, u.a. auch von Elizabeth Stark, der Geschäftsführerin von Lightning Labs. Die Proponenten des Lightning Networks gingen auf die Kritik, dass die Technologie semi-zentralisierte Fehlerpunkte einführen würde nicht ein. Ein Kritikpunkt ist dabei z.B., dass der Empfänger eine Anfrage schicken muss, statt nur eine Adresse zu teilen, wie dies bei normalen Krypto-Transaktionen der Fall ist. Außerdem müssen Nutzer des Lightning Networks ihre Geräte rund um die Uhr laufen lassen, wodurch die Coins bestimmten Risikofaktoren ausgesetzt sind, die Hot Wallets mit sich bringen.

Um auf das LN zuzugreifen müssen die Nutzer spezielle Wallets installieren, einen Payment Channel öffnen und diesen mit einer bestimmten Menge an Bitcoin belasten. Wenn es keine direkte Verbindung gibt, muss der Käufer sich über mehrere Schnittpunkte mit dem Händler verbinden. Hierdurch werden Kryptowährungen noch komplizierter als sie es ohnehin schon sind, da zusätzliche Schritte unternommen werden müssen. Auch wenn sich die LN-Technologie noch verbessern wird, so werden doch immer noch zusätzliche Schritte notwendig sein, die die Komplexität der On-Chain-Transaktionen überschreiten. Das LN bietet eine wenig benutzerfreundliche Lösung für ein Problem, das auch durch andere Ansätze gelöst werden könnte.

Dash will den höchsten Grad an Benutzerfreundlichkeit bieten

Dash baut weiterhin darauf simple und günstige Transaktionen anzubieten, wobei die erforderliche Netzwerkstruktur auf andere Art und Weise erreicht werden soll. Laut dem letzten Stresstest kann Dash innerhalb von 24 Stunden mehr als 3 Millionen Transaktionen durchführen, weswegen die Frage im Raum steht, warum eine Technologie, wie das LN überhaupt notwendig ist. Zudem verbessert Dash sich selbst ständig weiter, damit es vom Durchschnittsnutzer im Alltag verwendet werden kann.

Die Funktionen, die Dash bietet, haben einen großen Einfluss auf die Akzeptanz der Kryptowährung, da sie dieselben Vorteile bieten, über die auch das LN verfügt, dabei aber versuchen dem Endverbraucher und interessierten Entwicklern entgegenkommen. Dash möchte potenziellen Nutzern und Händlern den Einstieg in die technologische Welt der Kryptowährungen so einfach wie möglich machen.