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Auf Reddit gab es in den beiden Subreddits Bitcoin und BTC heftige Diskussionen über das Verlangen nach Anonymität im Kryptowährungsbereich.

Im Bitcoin-Subreddit wurde über verschiedene Möglichkeiten diskutiert, durch die Anonymität erreicht werden kann. Manche sprachen davon, dass der Code in diese Richtung hin angepasst werden sollte, während andere der Ansicht waren, dass das Lightning-Netzwerk gut genug sei. Zudem wurde die Frage aufgeworfen, wie die Regierungen auf entsprechende Entscheidungen reagieren würden.

Auch im BTC-Subreddit, das der Bitcoin Cash Community gehört, sprachen die Mitglieder über mögliche Formen der Anonymität, wie etwa CashShuffle. Auch hier wurde ein Augenmerk darauf gelegt, wie eine derartige Funktion die Akzeptanzrate und die Reaktion der Regierung beeinflussen würde. Auf beiden Seiten der Diskussion wurden gute Argumente vorgetragen und es war klar, dass es keinen Konsens zum Thema Privatsphäre gibt.

Schwierigkeit der Konsensfindung

Die Debatte und der Wettbewerb sind notwendig, damit eine Entscheidung getroffen werden kann, doch sie sind unabhängig vom eigentlichen Treffen der Entscheidung. Die Bitcoin-Community hatte bereits Probleme eine Entscheidung zu treffen, als es um die Skalierungsprobleme ging und das New Yorker Abkommen war das beste Beispiel für die Schwierigkeiten, unter denen Bitcoin leidet. Das Abkommen war zunächst ein Kompromiss, der jedoch auseinanderbrach und dazu führte, dass Bitcoin und Bitcoin Cash sich voneinander trennten, was zu einer tiefen Feindschaft zwischen den beiden führte.

Daher gibt es nun bei der Frage nach der Privatsphäre zwei Communities, die sich über eine mögliche Lösung unterhalten. Doch auch hier scheint sich in beiden Communities jenes Problem zu wiederholen, welches zur letzten Abspaltung geführt hatte. Privatsphäre spielt eine wichtige Rolle in der Kryptocommunity, in der es immer auch darum geht Zensur zu verhindern. Zu diesem neuerlichen Streit kann also Mark Twain zitiert werden, der sagte, dass „die Geschichte sich nicht wiederholt, sondern reimt“.

Die fehlende Struktur der Diskussionen ergibt sich dabei aus der logistischen Schwierigkeit eine Lösung zu finden. Bitcoin und Bitcoin Cash bedürfen der Hilfe von Freiwilligen und Drittanbietern, was nicht immer Zuverlässigkeit mit sich bringt. Daher gibt es auch keine professionellen Stakeholder, die die Verantwortung der Entscheidungsfindung übernehmen könnten. Stattdessen werden Ideen vorgeschlagen und die Entwickler entwickeln an dem weiter, was ihren persönlichen Präferenzen entspricht. Letzteres führt dazu, dass Bitcoins Dezentralisierung nicht immer zielgerichtet ist, während es auch andere Formen der Dezentralisierung gibt, die den jeweils Einzelnen dabei unterstützen zielgerichtet zu agieren.

Dash schützt die Privatsphäre durch seine Struktur

Durch das dezentrale Governance- und Treasury-System war es Dash möglich ein koordiniertes Entwicklerteam mit einer dezentralisierten Struktur zu kombinieren. Dadurch konnte Dash Core professionell bezahlt werden und die Dash-Community konnte dem Team widersprechen, wann immer es nötig war. Durch diese einzigartige Form der Entscheidungsfindung und die incentivierte Struktur war es möglich zielgerichtet an besserer Privatsphäre und weiteren Projekten zu arbeiten. Der Erfolg war dabei so groß, dass Dash heute von vielen anderen Projekten kopiert wird.

Durch PrivateSend können Nutzer ihre Dash miteinander mischen, damit Privatsphäre gewährleistet ist. Privatsphäre ist bei Dash optional, da es mehr Speicherplatz einnimmt und dadurch teurer ist als normale Transaktionen. Mischen sorgt jedoch dafür, dass die Blockchain weiterhin öffentlich einsehbar ist, was von Staaten anders bewertet werden könnte, als dies bei verschlüsselten Kryptowährungen der Fall ist. Die incentivierte Struktur des Dash-Netzwerk führt also dazu, dass Nutzer sowohl von effektiverer Entscheidungsfindung, als auch von einem höheren Grad an Privatsphäre profitieren können.