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Ein großartiges Bitcoin-Jahr liegt hinter uns, in dem viele neue Allzeithochs erreicht wurden und das gesamte Kryptowährungsfeld der $1-Billionen-Marke immer näher gerückt ist. Dem ungeachtet war es jedoch ein niederschmetterndes Jahr für Bitcoins Dominanz, sank sie doch von weit über 80% auf heute gerade einmal 34%. Hier ist eine Liste der Dinge, die passieren werden, wenn Bitcoin nur noch eines unter vielen Projekten im Kryptowährungsfeld darstellt.

Ethereum-Netzwerk hat Bitcoin in manchen Bereichen schon überflügelt

Auch wenn Bitcoin in Sachen Marktkapitalisierung noch weit vorne liegt, so nimmt Ethereum doch in vielen anderen Bereichen bereits den ersten Platz ein, wie Flippening.Watch berichtet. Nicht nur verarbeitet Ethereum 3x so viele Transaktionen wie Bitcoin, es verfügt auch über 50% mehr Nodes. Im Bereich der übermittelten Beträge liegt Ethereum zwar nur bei 60% des Bitcoin-Netzwerks, holt aber auch hier schnell auf. Während Bitcoins-Netzwerk gerade den höchsten Gesamtwert verbucht, so könnte doch die Größe und Stärke des Ethereum-Netzwerks diesen Zustand sehr bald umkehren.

Viele neue „Kryptowährungen“ vertreten nicht mehr die ursprüngliche Bitcoin-Vision

Noch weiter wird das Feld dadurch verkompliziert, dass ganz neue Kategorien digitaler Währungen und Wertanlagen entstehen. Die ursprüngliche Anziehungskraft hinter Bitcoin und Blockchain hing mit ihrer zensur-resistenten Struktur zusammen, die im Widerspruch zu traditionellen Netzwerken steht. Kryptowährungen sind Open-Source Technologien, die von jedem verbessert und überprüfend bewertet werden können. Die meisten Netzwerke setzen dabei auf Proof-of-Work oder andere Verteilungs-Mechanismen, die jedem erlauben Netzwerks-Einheiten zu erlangen und am Erhalt des Netzwerks mitzuwirken. Ethereum hat sich in gewisser Weise durch ICO-Verteilung, eine höchst kontroverse Hardfork nach dem DAO und einen möglichen Umstieg auf Proof-of-Stake von dieser ursprünglichen Vision abgewandt, folgt aber im Großen und Ganzen noch dem Bitcoin-Model: Jeder kann den Code sehen, Nodes betreiben, minen und Einheiten erhalten.

Dieses Modell unterscheidet sich auf eine signifikante Art und Weise von vielen Top-Projekten, die momentan die Marktstatistiken bevölkern. Ripple dient als Transaktionsmittel zwischen Banken, wird von einem zentralisierten Unternehmen verwalltet und alle Ripple-Einheiten wurden zentralisiert erschaffen und verteilt, wobei ein großer Teil der Einheiten sich noch immer in der Hand des Mutterunternehmens befindet. Auf gleiche Art und Weise wurden auch IOTAs Einheiten vor dem Start erschaffen und das Netzwerk wird von einer „Coordinator Node“ verwaltet, während es bereits Präzedenzfälle gab, bei denen Transaktionen absichtlich eingefroren wurden. Bei diesen Projekten handelt es sich also mehr um futuristische Tech-Konzerne, als um dezentralisierte Kryptowährungen.

Ohne Zentralisierung des Ökosystems erklimmen Projekte wie Dash die Spitze ihrer jeweiligen Nische

Da nicht mehr jedes Netzwerk darum kämpft der nächste Bitcoin zu sein, bietet sich für Netzwerke wie Dash die Chance um Anerkennung in ihrem Feld zu kämpfen. Während Ethereum das Feld der dezentralisierten Smart Contract Plattformen beherrscht und Ripple oder IOTA eine Vorreiterrolle unter den Tech- bzw. Finanzkonzernen einnehmen, bleibt doch noch ein weites Feld, das erobert werden kann. Die Top Peer-to-Peer Coins, die digitales Bargeld sein wollen, sind Dash, Bitcoin Cash und Litecoin, während Zcash und Monero um die Führung im Anonymitätsfeld kämpfen.

Die Diversifikation des Ökosystems bereitet den Boden für Dashs Durchbruch. Die beiden größten Konkurrenten im Raum digitalen Bargelds, Bitcoin Cash und Litecoin, schulden ihren Erfolg zu einem Teil der Zugehörigkeit zu Bitcoin. Da Dash immer noch über einen relativen Newcomer-Status verfügt (Erst 2015 wurde Darkcoin umbenannt während Litcoins Name schon seit 2011, der von Bitcoin Cash aus dem Jahre 2009 stammt), musste es sich seinen Marktanteil hart erarbeiten, da es nicht auf den mächtigsten Marktnamen der Szene zurückgreifen konnte. Da nun nicht mehr der Bitcoin-Markenname alles ist, was zählt, verfügt Dash aufgrund seiner technischen Innovationen über einen Wettbewerbsvorteil. Zu diesen Innovationen zählen sofortige und anonymisierte Transaktionen sowie die Benutzerfreundlichkeit des anstehenden Evolution Upgrades.

Zuletzt sei noch gesagt, dass nur die größten Netzwerke mit Skalierungsproblemen kämpfen mussten. Auch Litecoin wird dank seiner Philosophie der kleinen Blöcke früher oder später verstopfen. Bitcoin Cash wird dieses Problem nicht haben, da es bereit ist die Blöcke noch stark zu vergrößern. Dafür wird es aber Zetralisierungsprobleme erfahren, da nur noch große Unternehmen die Kapazitäten haben werden, Full Nodes zu betreiben, wodurch das Netzwerk angreifbar wird. Auch wenn Dash Ähnlichkeiten zu Bitcoin Cash hat, so beinhaltet doch der langfristige Skalierungsplan die Entschädigung der Nodes und eigens geschaffene und spezialisierte Open-Source Hardware, mit der das Netzwerk dezentralisiert skalieren und somit beweisen kann, dass seine Form der Skalierung der Konkurrenz überlegen ist.