This post is also available in: English

Die Anzahl der Händler, die Bitcoin akzeptieren, ist in diesem Jahr tatsächlich gesunken, wie es einer der führenden Bitcoin ABC Entwickler verlauten lies.

Während einer Folge „BitTopia“ erwähnte Amaury Séchet wie viele Händler momentan Bitcoin akzeptieren würden. Im Jahr 2017 konnte er eine Akzeptanzabnahme verzeichnen, da immer mehr Händler, die Bitcoin bisher unterstützt haben, nicht mehr länger hinter dem Coin stehen. Der Zusammenhang zwischen diesem Trend und den konstant hohen Gebühren ist nicht zu übersehen, da Händler es sich mittlerweile nicht mehr leisten können, Bitcoin-Zahlungen für kleine Beträge zu akzeptieren, und Konsumenten nicht mehr bereit sind hohe Gebühren nur aufgrund der Neuartigkeit der Transaktionsmethode zu bezahlen.

2017 überstiegen die Bitcoin-Transaktionsgebühren die Kreditkartengebühren

Auch wenn die Gebühren vorher schon langsam angestiegen waren, erreichten sie doch erst 2017 ein unhaltbares Niveau. Am Anfang des Jahres lag die mittlere Gebühr noch bei 17 cent und die durchschnittliche Gebühr bei 35 cent, wobei die Zahlen bereits damals einen kaum noch vorhandenen Vorteil gegenüber Kreditkarten darstellten, wenn es um kleinere Transaktionen ging. Mitte April überstieg die mittlere Gebühr 50 cent und die durchschnittliche Gebühr $1, wodurch kleinere Transaktionen noch weiter abnahmen. Mitte Juni wurden $2,50 bzw. $5 erreicht, was immer mehr Transaktionen auf andere Blockchains, inklusive Bitcoin Cash, zwang. Auch nach der Segwit-Aktivierung sind die Gebühren weiterhin bei $3 bzw. $5.

Das Ergebnis dieser Gebührenstruktur ist, dass Bitcoin nicht mehr für normale Transaktionen geeignet ist und nur noch bei großen Beträgen Sinn macht. Selbst in Konkurrenz zu herkömmlichen Transaktionsmethoden bietet Bitcoin keinen Vorteil mehr auf diesem Gebiet. Doch aufgrund genau dieses Faktors waren Händler bisher zu Bitcoin geführt worden und das Dahinschwinden dieses Faktors macht sich bitter bemerkbar.

Digitale Währungen werden nur mit niedrigen Gebühren und schnellen Transaktionen ihren Weg auf die Einkaufstraße finden

Währung die anderen digitalen Währungen nach einer Alternative für reguläre Transaktionen suchen, hat Dash bereits einen deutlichen Vorsprung. Die Seite DiscoverDash führt die schnell wachsende Zahl von 316 Unternehmen, da immer mehr Händler eine Alternative zu Bitcoin suchen. Die mittlere Transaktionsgebühr liegt momentan bei 2,6 cent und soll in den nächsten Monaten noch weiter sinken.

Zusätzlich dazu wird Evolution die Nutzerfreundlichkeit im nächsten Jahr noch deutlich erhöhen, sogar auf Protokollebene. Dies wird Händlern, die bisher skeptisch gegenüber digitalen Währungen waren, einen weiteren Anreiz bieten diese zu adaptieren.